
Den Baukörper umhüllt eine schwarze Kaltfassade "Glassics by Steindl Glas", die teilweise aus drehbaren Lamellen besteht. Die Fassadengläser - acht Millimeter ESG-H - sind in Ebene eins satiniert und in Ebene zwei mit einem Wolkendesign gestaltet.
Für die Lamellenanlage wurden zwanzig Millimeter VSG-Gläser eingesetzt. Die aufwendige BWM-Unterkonstruktion für eine Kombination aus Verklebung und Aufhängung der Fassadenteile erfüllt die komplexen Anforderungen in bemerkenswerter Art und Weise. „In diesem Objekt zeichnet Steindl Glas für die gesamte Unterkonstruktion, die Wärmedämmung, die Fassadenmontage, die Gläser und für die Attika-Abdeckung verantwortlich“, so Steindl Glas Geschäftsführer Heinz Eisenbach.
Staab Architekten sind seit vielen Jahren Experten für Objekte im universitären und im Forschungsbereich. Über den Neubau der Uni Potsdam sagen die Architekten aus Berlin: „Aus der Differenzierung zwischen den aus klimatischen Gründen nur schwach tagesbelichteten Buchstellflächen und den hellen luftigen Lesebereichen wurde das architektonische Grundthema des Hauses entwickelt. So ziehen sich die Lesezonen als räumliches Kontinuum durch das Gebäude und erhalten so die unterschiedlichsten atmosphärischen Qualitäten. Räume mit Ausblick über den Campus wechseln mit innen liegenden introvertierten Leseplätzen, die über ein Oberlicht mit Tageslicht versorgt werden. Zwei über alle Geschosse eingeschnittene Innenhöfe versorgen die Erschließungsbereiche mit Tageslicht und unterstützen die Orientierung im Haus. Die großen Magazinbereiche sind im Untergeschoss untergebracht“.
„Glassics by Steindl Glas“ ist eine neue Lösung für die vorgehängte, hinterlüftete Glasfassade. Das innovative System bietet eine wirtschaftliche und einfach umsetzbare Lösung für die rahmenlose Glasfassade. Dieser Fassadentyp bietet neben den bauphysikalischen Vorteilen auch verschiedene Gestaltungs- und Bedruckungsmöglichkeiten.
Kaltfassaden entsprechen den modernen Technologien der Bauphysik und des Wärmeschutzes. Neben dem Witterungsschutz, den sie für Außenwände erfüllen, bieten sie Architekten viele Spielräume für Gestaltung und Design. Individuell, je nach Wunsch gestaltet, können sie standardmäßig als Einhängefassaden ausgeführt werden.
Die Systemlösung „Glassics by Steindl Glas“ für die vorgehängte, hinterlüftete Glasfassade beruht auf dem Prinzip von Structural Glazing und bietet zwei unterschiedliche Systemvarianten: Das System G1 überzeugt durch Einfachheit im Aufbau und eine mechanische Glassicherung in Verbindung mit der Ausfräsung des Glases an den horizontalen Glaskanten. Es besteht aus der Unterkonstruktion, einem Dämmstoff und aus Glaselementen mit werkseitig aufgeklebten Aluminium-Einhängeprofilen. Das Glasformat ist bis zu einer maximalen Größe von 3.000 mal 1.300 Millimeter verfügbar. Da die Profile in die Nutfräsung des Glases eingebracht sind, wird die Eigenlast abgetragen und so die Glaselemente mechanisch, nicht sichtbar, gesichert.
Das „Glassics“ System G2 eignet sich besonders für die Realisierung von Fassaden mit großen Glaselementen. Die maximale Glasgröße im Hoch- und Querformat beträgt 2.500 mal 5.000 Millimeter. Ab einer Einbauhöhe von acht Metern sind alle Gläser mit der patentierten Steindl-Glas-Konstruktion mechanisch gesichert. Die Befestigung der Glaselemente erfolgt direkt an der Unterkonstruktion. Der Systemaufbau von G2 setzt sich aus der Unterkonstruktion und dem Dämmstoff zusammen, verfügt jedoch über Glaselemente mit werkseitig aufgeklebten Adapterrahmen nach ETAG 002.