Selbstbewusster Solitär als faszinierende Stahl-Glas-Konstruktion - Das neue Museum am Bergisel, Innsbruck

Hoch über Innsbruck errichtete Steindl Glas in Zusammenarbeit mit dem Generalplaner stoll.wagner architekten und der Bauleitung Baumgartner GmbH das Museum am Bergisel. Der Baukörper umfasst etwa 20.000 m³ Gebäudevolumen und eine Nutzfläche von 3.000 m². Das neue Museum am Bergisel wird den geschichtsträchtigen Ort in einen Schauplatz der Geschichte und Kultur verwandeln. Das Riesenrundgemälde, welches die dritte Bergiselschlacht darstellt, und das restaurierte und modernisierte Tiroler Kaiserjägermuseum werden hier präsent sein.
Schwierigste Montage
Die komplexen Anforderungen realisierte Steindl Glas in einer Bauzeit von sechs Monaten mit dem innovativen SG-U-Fassadensystem unter Verwendung von Glasschwertern zum Aussteifen der Gläser. „Sechzig Meter über dem Boden wurden die Glaselemente jeweils mit einem Gewicht von ca. 650 Kilogramm, in Formaten bis zu 4.560 x 2.100 mm, montiert. Westösterreichs größter Baukran mit einer Ausladung von 52 Metern wurde für diese schwierige Montage bei Schlechtwetter und Föhnsturm eingesetzt“, so Steindl Glas Geschäftsführer Heinz Eisenbach.
Für die 1.000 m² Fassade verwendete man 3-fach Verbund-Isolier-Gläser. Zusätzlich wurden im Objekt Gläser wie Climaplus WS Ug 0,7W/m²K, ESG Ipasol 61/33 10 mm, ESG Sicuro Weißglas 6mm und VSG Sicluamit low-e 12 mm verarbeitet.
Steindl Glas SG-U Fassaden-System mit Glasschwertern zum Aussteifen der Gläser
Beim Steindl Glas SG-U-Fassaden-System werden mit speziell UV-beständigem Randverbund ausgeführte Wärme- und Sonnenschutz-Isoliergläser mittels vorkomprimiertem Distanzband und Spezialsilikon unter exakt definierten Bedingungen auf Alu-U-Profilen im Werk vorgeklebt. Diese Glaselemente wurden in der Folge auf eine Stahlkonstruktion aufgeschraubt. Vor der Montage schaffte man an der Unterkonstruktion durch Aufschrauben von Haltewinkeln Auflager, durch die das Glasgewicht an die jeweilige Unterkonstruktion abgetragen wird.
Die statische Berechnung sämtlicher Glasdicken erfolgte entsprechend dem Anforderungsprofil und den sich daraus ergebenden Lasten wie etwa Schnee-, Wind- und Sogbelastung. Auch die Dimension der statischen Verklebungen (Glas mit Adapterrahmen bzw. Isolierglasrandverbund) wurde entsprechend der Glasgröße und des Glasgewichts nach international anerkannter Methode berechnet.
Die Adapterrahmen müssen beim Steindl-SG-Fassadensystem nicht, wie bei herkömmlichen Systemen, in einer fix vorgegebenen Dimension ausgeführt sein. Die Anpassung der Adapterrahmen an die erforderliche Breite der Verklebung führt dazu, dass dieses System in einzigartiger Weise keinen Maximal-Glasgrößen unterworfen ist. Die Eckverbindungen der Adapterrahmen werden mit massiven Eckverbindern verklebt und verpresst. Durch diese kompakten Verbindungen werden sämtliche auftretende Lasten an die Unterkonstruktion abgetragen.


